Motiviert Sprachen lernen

Sprachen lernen funktioniert nur mit der richtigen Motivation

Setz dir keine zu großen Ziele
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Und eine neue Sprache zu lernen, wird garantiert nicht einfach werden.
Fange mit kleinen Schritten an, wie ein Kind, das laufen lernt. Würde sich das Kind gleich einen Marathonlauf vornehmen, würde es scheitern. Genauso ist es mit dem Sprachen lernen. Wenn du jeden Tag viele Stunden lernen würdest, um innerhalb von wenigen Wochen perfekt in der neuen Sprache zu kommunizieren, wirst du wahrscheinlich früher oder später die Lust verlieren.
Lerne nicht mehr als 90 Minuten am Tag. Am besten verteilst du dir diese Lernzeit über den gesamten Tagesablauf.
So könnte dein Lernplan aussehen:

  •  20 Minuten Vokabellernen während des Frühstücks
  • 20 Minuten während der Busfahrt zur Arbeit eine fremdsprachige Nachrichtenseite mit dem Smartphone lesen
  • 20 Minuten ein fremdsprachiges Hörbuch in der Mittagspause hören
  • 30 Minuten am Abend mit den PC-Sprachkurs lernen

Sprachen lernen ist wie Laufen lernenSprachen lernen ist wie laufen lernen

Lerne aus deinen Fehlern
Früher oder später wirst einen schlechten Tag haben und Fehler machen.
Vielleicht fällt dir beim Vokabellernen keine einzige Vokabel ein, obwohl du sie am Vortag noch gewusst hast.
Ärgere dich nicht. Das ist ganz normal. Wichtig ist, dass du darüber nachdenkst, warum du dich an dieses Mal nicht an die Vokabeln erinnern konntest. Hast du dir nicht genug Zeit genommen? Warst du abgelenkt? Hattest du den Kopf voll mit anderen Dingen?
Lerne daraus und versuche, dass du beim nächsten Mal nicht in die gleiche Situation kommst. Aber auf keinen Fall darfst du den Kopf in den Sand stecken. Denke an das kleine Kind, das laufen lernt. Obwohl das Kind viele Male hinfällt, gibt es nicht auf und versucht es wieder und wieder.

Setze dir kleine Zwischenziele
Ein einziges großes Ziel ist wie ein großer Berg, den du besteigen musst. Da kann es schon mal vorkommen, dass man unterwegs die Lust und Motivation verliert, da man nur die große Aufgabe vor sich sieht.
Setze dir lieber viele kleine Etappenziele. Wenn man ein Ziel erreicht, ist dies ein tolles Gefühl und motiviert zum Weitermachen. Zum Beispiel könntest du dir vornehmen, dass du jede Woche 50 neue Vokabeln lernst. Wenn du am Ende einer Woche von dir behaupten kannst, dass du diese Etappe geschafft hast, dann geht es mit neuer Motivation und Schwung in die nächste Lernwoche, in der du zum Beispiel 25 unregelmäßige Verben lernen wirst.

Sprachen lernen mit kleinen ZielenSetze dir viele kleine Ziele statt eines großen, das du vielleicht nie erreichen wirst

Erzähle anderen von deinen Zielen
Was bei einer punktezählenden Abnehmgruppe funktioniert, funktioniert auch beim Lernen einer neuen Sprache.
Erzähle deinen Freunden, dass du eine neue Sprache lernst. Der Hintergedanke ist, dass diese Leute dich beim nächsten Treffen fragen werden, wie du vorankommst. So setzt du dich selbst ein wenig unter Druck, da du dich vor deinen Freunden nicht bloß stellen willst. Du sollst ruhig etwas Angst bekommen, damit du fleißig an deinen Zielen arbeitest. Natürlich darf diese Angst nicht zu groß sein und sie darf auch nicht deine Hauptmotivation werden. Ein wenig Angst in Verbindung mit deiner eigenen Motivation ist aber gar nicht verkehrt.
Aber es ist nicht nur die Angst vor deinen Freuden. Vielmehr werden es auch die positiven Rückmeldungen und das Lob deiner Freunde sein, die dich in deinem Vorhaben eine Sprache zu lernen, bestärken.

Trickse dich selber aus
Wenn du dir selber sagst, dass du eine Sprache lernen musst, dann ist dein Vorhaben im Unterbewusstsein immer negativ behaftet.
Sage zu dir selbst, dass du eine lernen darfst und was für viele Vorteile diese Sprache für dich mitbringt.
Fange nicht direkt mit der neuen Sprache an. Mach dich erst einen Monat lang schlau, was für Möglichkeiten es gibt. So bekommst du einen kleinen Vorgeschmack auf das, was dich erwartet.
Hole dir Appetit auf die neue Sprache, aber fange noch nicht mit dem Lernen an. Schon bald entwickelt sich bei dir eine gewisse Vorfreude auf die neue Sprache. Mit Hilfe dieser Vorfreude und mit den Vorstellungen, welche Möglichkeiten sich mit der neuen Sprache für dich erschließen, verbindest du mit dem Lernen der neuen Sprache nur positive Gefühle.

Motiviert Sprachen lernenPositive Gefühle wecken – statt Lernfrust beim Sprachen lernen

Halte die positiven Gefühle am Leben
Das Ziel stets vor Augen zu haben, wird dir helfen Fortschritte zu machen.
Wenn du Spanisch lernen willst, kannst du dir z.B. Bilder aus dem letzten Spanienurlaub an den Kühlschrank kleben. Wenn du Freunde im Ausland hast und du deren Sprache lernen willst, klebe dir ein Bild der Freunde in dein Portemonnaie. Jedes Mal wenn du dein Portemonnaie öffnest, wirst du daran erinnert, wie schön es sein wird, wenn du deine Freunde in deren Muttersprache begrüßt.

Wenn du Motivationstipps zum Sprachen lernen hast, die hier unbedingt mit aufgenommen werden müssen, kannst du sie uns gerne über die Kommentarfunktion mitteilen.


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Schnell Sprachen lernen? – Ist das möglich?
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Weiterführende Links:
Kostenloser Spracheinstufungstest für 80 Sprachen
Tipps zum Thema “Erfolgreich Auswandern”

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