Welche Sprache spricht man in Island? | Entdecke die Sprachenvielfalt des Landes und welche Fremdsprache am meisten verbreitet ist. ✓
Island, die raue Insel im Nordatlantik, ist bekannt für seine faszinierenden Landschaften, Geysire und Vulkane. Doch neben atemberaubender Natur und jahrhundertealten Sagen birgt Island auch eine einzigartige sprachliche Vielfalt. Die Frage „Welche Sprache spricht man in Island?“ führt uns nicht nur zur Amtssprache, dem Isländischen, sondern auch zu Minderheitensprachen und beliebten Fremdsprachen, die auf der Insel gesprochen werden. Dieser Artikel nimmt dich mit auf eine sprachliche Reise durch Island, beleuchtet die Geschichte und Bedeutung der isländischen Sprache und zeigt, wie sich die Sprachlandschaft in Island im Laufe der Zeit entwickelt hat.
Welche Sprache spricht man in Island
Vorab einige Informationen über das Land Island.
Geographische Lage Islands
Island liegt einsam im Nordatlantik, etwa 300 Kilometer südlich des nördlichen Polarkreises und rund 1.000 Kilometer westlich von Norwegen. Mit einer Fläche von etwa 103.000 Quadratkilometern gehört Island zu den dünn besiedelten Ländern Europas. Trotz seiner abgelegenen Lage hat sich Island zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum im Norden entwickelt. Die Hauptstadt Reykjavík, die nördlichste Hauptstadt der Welt, ist das Herz des Landes und Heimat für fast zwei Drittel der isländischen Bevölkerung. Die Landschaft Islands ist geprägt von Vulkanen, Gletschern und endlosen Lavafeldern, was nicht nur Touristen, sondern auch die Einwohner selbst immer wieder in Staunen versetzt.
Geschichte Islands
Die Geschichte Islands beginnt offiziell im Jahr 874, als der Norweger Ingólfur Arnarson die Insel besiedelte und Reykjavík gründete. Doch schon vorher sollen irische Mönche die Insel besucht haben. Island blieb lange eine unabhängige Republik, bis es 1262 unter die Herrschaft Norwegens und später Dänemarks fiel. Erst 1944 erlangte Island seine Unabhängigkeit von Dänemark und wurde zur Republik erklärt. Die isolierte Lage und die Jahrhunderte der Fremdherrschaft haben nicht nur die Geschichte, sondern auch die Sprache geprägt: Isländisch hat sich in seiner ursprünglichen Form nahezu unverändert erhalten und gleicht heute noch stark dem Altnordischen, das die Wikinger sprachen. Die Geschichte Islands ist damit eng mit seiner Sprache verwoben, die als kulturelles Erbe von unschätzbarem Wert gilt.
Die offizielle Amtssprache in Island
Die offizielle Sprache Islands ist Isländisch, eine nordgermanische Sprache, die direkt aus dem Altnordischen hervorgegangen ist. Was die isländische Sprache so besonders macht, ist ihre Unverfälschtheit: Während sich die meisten anderen skandinavischen Sprachen im Laufe der Jahrhunderte stark verändert haben, blieb das Isländische nahezu unverändert. Sogar die mittelalterlichen Sagas lassen sich von heutigen Isländern ohne große Probleme lesen. Die Sprache ist geprägt von einer komplexen Grammatik und einer Vielzahl an Fällen, die dem Altnordischen treu geblieben sind. Besonders stolz sind die Isländer auf ihre Sprachreinheit: Fremdwörter werden oft durch neu geschaffene Begriffe ersetzt, die auf altnordische Wurzeln zurückgehen. So nennt man das Telefon „sími“, was ursprünglich „Faden“ bedeutete – ein Hinweis auf die ersten Telegrafenleitungen.
Wie viele Einwohner sprechen die Amtssprache(n)?
Island zählt knapp 370.000 Einwohner, von denen rund 93 % Isländisch als Muttersprache sprechen. Auch die meisten Einwanderer bemühen sich, die Sprache zu lernen, da Isländisch im Alltag allgegenwärtig ist – von der Verwaltung bis hin zu den Schulen und Medien. Englisch ist zwar weit verbreitet und wird in Schulen ab der Grundschule unterrichtet, doch die Isländer legen großen Wert darauf, ihre eigene Sprache zu pflegen und zu schützen. Selbst im Berufsleben, wo Englisch oft benötigt wird, bleibt Isländisch die dominierende Sprache. Diese starke Verankerung im Alltag macht Isländisch nicht nur zur Amtssprache, sondern zum unverzichtbaren Bestandteil der isländischen Identität.
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Welche andere Sprachen werden von Menschengruppen in Island gesprochen?
Trotz seiner isolierten Lage ist Island in den letzten Jahren zu einem Magneten für Arbeitsmigranten geworden. Die größte Minderheitensprache auf der Insel ist Polnisch. Dies liegt an den vielen polnischen Arbeitskräften, die nach der EU-Erweiterung 2004 nach Island kamen. Neben Polnisch gewinnen auch Litauisch und Philippinisch zunehmend an Bedeutung. Da die meisten Einwanderer im Dienstleistungssektor oder in der Fischerei arbeiten, haben sich in manchen Gemeinden bereits kleine Sprachgemeinschaften gebildet. Auch Englisch spielt eine besondere Rolle: Es ist nicht nur die am häufigsten gelernte Fremdsprache, sondern für einige Einwanderer auch zur Zweitsprache geworden.
Rund 3 % der Bevölkerung sprechen Polnisch als Muttersprache, was Polnisch zur größten Minderheitensprache in Island macht. Etwa 1 % der Einwohner spricht Litauisch, während Philippinisch und andere Sprachen gemeinsam ebenfalls etwa 1 % ausmachen. Englisch hingegen wird von fast allen Isländern als Zweitsprache beherrscht, was an der starken Präsenz der englischen Sprache in Medien und Bildung liegt. Die wachsende sprachliche Vielfalt stellt die Insel jedoch auch vor Herausforderungen: Schulen und öffentliche Einrichtungen müssen zunehmend mehrsprachige Angebote schaffen, um allen Einwohnern gerecht zu werden.
Beliebte und viel gelernte Fremdsprachen in Island
Englisch ist ohne Zweifel die beliebteste Fremdsprache in Island. Schon in der Grundschule beginnen isländische Kinder, Englisch zu lernen, und bis zum Abschluss der weiterführenden Schulen haben sie es nahezu fließend drauf. Der Einfluss amerikanischer und britischer Medien ist dabei nicht zu unterschätzen: Filme, Serien, Musik und soziale Medien tragen entscheidend dazu bei, dass Englisch so populär ist. Auch im Arbeitsleben und in der Tourismusbranche ist Englisch die erste Wahl, was dazu führt, dass beinahe jeder Isländer sich problemlos auf Englisch verständigen kann. Neben Englisch stehen Dänisch und Deutsch hoch im Kurs. Da Island bis 1944 unter dänischer Herrschaft stand, ist Dänisch nach wie vor Pflichtfach in der Schule. Deutsch hingegen erfreut sich vor allem bei Jugendlichen wachsender Beliebtheit, nicht zuletzt durch die wirtschaftlichen Beziehungen Islands zu Deutschland.
Gründe für die Beliebtheit dieser Sprachen
Die Beliebtheit von Englisch erklärt sich vor allem durch den allgegenwärtigen Medienkonsum. Filme und Serien werden in Island selten synchronisiert, sondern meist nur mit Untertiteln versehen. Dadurch gewöhnen sich die Isländer schon früh an die englische Sprache. Auch in der Arbeitswelt ist Englisch unverzichtbar, insbesondere in Berufen, die mit Tourismus, IT oder internationalen Unternehmen zu tun haben. Dänisch hat seine Beliebtheit hingegen dem Bildungssystem zu verdanken: Als ehemalige Kolonialsprache ist es immer noch Pflichtfach und wird als Schlüssel zu den anderen skandinavischen Sprachen gesehen. Deutsch hingegen punktet durch die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Island und Deutschland. Viele isländische Schüler entscheiden sich freiwillig für Deutschunterricht, um später bessere Berufschancen zu haben oder einfach, weil Deutschland ein beliebtes Reiseziel ist. Diese Kombination aus praktischen Gründen und kulturellem Interesse sorgt dafür, dass die Vielfalt der Fremdsprachen in Island stetig wächst.
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Fazit – Welche Sprache spricht man in Island
Die Frage „Welche Sprache spricht man in Island?“ lässt sich nicht nur mit Isländisch beantworten, auch wenn es die einzige Amtssprache ist und von der überwältigenden Mehrheit der Einwohner gesprochen wird. Dank der zunehmenden Einwanderung und der Bedeutung des Tourismus gewinnt Island jedoch sprachliche Vielfalt. Neben Polnisch und Litauisch als wichtigsten Minderheitensprachen spielen auch Fremdsprachen wie Englisch, Dänisch und Deutsch eine große Rolle. Besonders beeindruckend ist, wie es den Isländern gelingt, ihre eigene Sprache trotz der internationalen Einflüsse lebendig zu halten.
Mit der weiter steigenden Zahl an Einwanderern wird sich die Sprachlandschaft in Island vermutlich noch stärker verändern. Schulen und Behörden müssen sich auf mehrsprachige Angebote einstellen, um die Integration zu fördern. Gleichzeitig wird Isländisch weiterhin die zentrale Rolle im Alltag spielen, da der Schutz der Sprache für viele Isländer eine Herzensangelegenheit ist. Englisch wird wohl auch in Zukunft die bedeutendste Fremdsprache bleiben, da die Vernetzung mit der Außenwelt stetig zunimmt. Spannend bleibt die Frage, ob auch weitere Minderheitensprachen wie Spanisch oder Arabisch mehr Gewicht bekommen werden. So oder so wird die sprachliche Vielfalt Islands eine Bereicherung für die Kultur und Gesellschaft der Insel bleiben.